Lichtkonzept für die Gedächtniskirche

Breitscheidplatz, Berlin

August 2016

Auf dem Breitscheidplatz in Berlin befinden sich die Turmruine der Kaiser-Friedrich Gedächtniskirche, sowie die neu errichteten Kirchengebäude Egon Eiermanns. Der neue Kirchenraum und Glockenturm sind mit blauen Glasbausteinen gebaut, die von innen heraus beleuchtet werden. Das gesamte Ensemble ist ein zentrales Wahrzeichen der Stadt Berlin und ein Stopp vieler Touristen. In Egon Eiermanns Entwurf spielt die Turmruine nur eine untergeordnete Rolle. Das gesamt Podest mit den Eiermanngebäuden und der Ruine sollte möglichst dunkel bleiben, um so dem blauen Glas mehr Raum zum Leuchten geben. Zurzeit wird die Turmruine recht brachial und ungerichtet beleuchtet, mit viel Streulicht auf den Eiermanngebäuden. Das neue Lichtkonzept setzt an diesem Punkt an. Die Turmruine beleuchten und inszenieren, aber dabei nicht die Eiermanngebäude überblenden. So soll die Ruine von den bestehenden Masten beleuchtet werden. Allerdings mit weniger und gerichteteren Licht, so dass sich nur ein leichter Lichtschleier über die Außenhülle legt. Zusätzlich werden Leuchten in den Innenraum der Ruine installiert. Jeweils im oberen Turmraum und der darüberlegenden Galerie. Die Leuchten sind in den Ecken platziert und erleuchten jeweils die Eckwände und Decke. So wird der Innenraum auch von außen sichtbar. Durch die alten Fenster, sowie durch die Zerstörten Gebäudeteile dringt nun Licht. Mit dem Licht wird das Innere der Kirche wiederbelebt. Gleichzeitig wird durch das Leuchten aus den Bruchlöchern der Mahnmalcharakter gestärkt.

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